
Texte von Hannah Brandl & Emilia Salomon
Am Freitag, den 7. März, haben wir an unserer Schule den Frauentag gefeiert. Die Professorinnen und Professoren sowie die Schülerinnen und Schüler haben sich bereits Wochen davor auf dieses Ereignis vorbereitet. In so gut wie jedem Fach haben wir über die Rechte von Frauen auf der ganzen Welt gesprochen und diskutiert.
Im Sportunterricht haben wir über extreme Leistungen von Sportlerinnen geredet, welche leider immer noch nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie eigentlich verdient hätten. In Mathematik haben wir über berühmte Wissenschaftlerinnen und Mathematikerinnen gesprochen und über ihre Entdeckungen und Erfindungen. Zum Beispiel über Ada Lovelace, die in den 40er-Jahren des 19. Jahrhunderts die erste Programmiersprache schrieb. Im Deutschunterricht haben wir kritische Texte und Reden gelesen und geschrieben. Und auch in weiteren Fächern haben wir Filme und Dokumentationen über die Entwicklung der Frauenrechte und über die besonderen Leistungen von Frauen geschaut. Unsere Klasse hat außerdem die Ausstellung „Horror Patriae“ im Joanneum besucht, in der wir ebenfalls viel über Frauenrechte in Österreich erfahren haben.
Der Weltfrauentag ist zum Beispiel dafür gedacht, zu zeigen, dass Frauen dieselben Leistungen bringen können wie das männliche Geschlecht. Leider gibt es immer noch viele Länder, in denen das weibliche Geschlecht nicht respektiert wird, und Frauen weniger, manchmal sogar fast keine Rechte haben.
An unserer Schule haben wir in der Pause und der 4. Stunde ein Fest gefeiert. Es gab ein Buffet der 7. Klassen, bei dem Getränke, Waffeln und Toast verkauft wurden. Einige Schülerinnen trugen Reden vor und Frau Prof. Rindler sang mit anderen Lehrerinnen und Schüler:innen den Song „Ich bin mutig“. Im Keller gab es Filmprojektionen, „Persepolis“ und „Feminism WTF“ wurden gezeigt. Unsere Klasse schaute sich den Film „Persepolis“ an, an dem ich besonders beeindruckend fand, wie das junge Mädchen für ihre Freiheit kämpft. Der Film hat mich zum Nachdenken angeregt. Die Schüler:innenband der HLW Deutschlandsberg konnte schließlich viele durch ihre Musik zum Singen und Tanzen motivieren.
Meiner Meinung nach ist dieser Tag sehr wichtig für die Weiterentwicklung der Frauenrechte, denn auch wenn wir Frauen in Österreich wählen und arbeiten gehen dürfen, sind wir noch lange nicht am Ziel. In vielen anderen Ländern ist leider nicht einmal das erlaubt. Auch wenn sich die Gesetze ändern, gibt es auch noch die Probleme im Alltag. „Du bist eine Frau, das kannst du nicht wissen!“ oder „Du bist doch noch ein kleines Mädchen, das schaffst du nicht!“, sind Aussagen, die sich Frauen immer noch anhören müssen. Und auch wenn die Gehälter angeglichen werden, kann es sein, dass Frauen in der Arbeitswelt trotzdem unterschätzt werden und weniger Aufträge oder Projekte bekommen, mit denen sie eine bessere Chance auf mehr Geld hätten. Dieser fehlende Respekt liegt oft an den Menschen und nicht an den Gesetzen. Ich hoffe, eines Tages werden Männer und Frauen gleichgestellt und gleichbehandelt.
Ich finde, die Feier zum Frauentag am BRG Körösi ist ein wertvoller Beitrag auf dem Weg zu mehr Gleichberechtigung. Durch die verschiedenen Auftritte können besonders jüngere Schüler:innen etwas über Feminismus lernen. Es löst Interesse an dem Thema aus und man wird angeregt, sich gegen die oft immer noch vorherrschende Diskriminierung von Frauen zu stellen. Besonders, dass der Tag so groß gefeiert wird, betont, wie notwendig es ist, zu handeln. Mir haben die einzelnen Programmpunkte sehr gefallen, wobei der Auftritt der Schüler:innenband mein Lieblingspart war. Ich finde es großartig, dass der Weltfrauentag bei uns an der Schule so ein wichtiges Thema ist und wir ihn jedes Jahr feiern. Danke für das Engagement, so etwas Großes für uns zu planen!















