Im Rahmen eines Projektes im Life Science Unterricht, mussten die Schülerinnen und Schüler der 7A, die Problematik der Regenwaldrodung sowie Lösungsvorschläge kreativ darstellen. Die literarischen und musikalischen Ergebnisse zeigen die schlummernden Talente der Klasse.
Rap: Rocco Gajsek, Ramon Gajsek, Sebastian Pfundner, Niko Sardi, Lukas Walchshofer
Hört ihr das?
Ganz tief im fernen Kreis, wo die Urwaldriesen im Sonnenheiß ein Netz aus lebendigem Grün verweben. Als Wiege für buntes, unendliches Leben. Da fliegt der Kolibri, schillernd und klein, der Pfeilgiftfrosch leuchtet im Dämmerschein.
Ein Paradies, so unendlich weit – gewachsen in Jahrtausenden von Zeit.
Doch… hört ihr auch das andere Geräusch?
Wo Kettensägen laut erzwingen,
Dass Äste brechen, Böden springen.
Wo einst der Regen leise sang,
Herrscht heute rauer Maschinenklang.
In Südamerika, ganz weit,
Macht man für Soja Platz bereit.
Der grüne Regenwald wird brennen,
Um nur noch eine Frucht zu kennen.
Weil Pflanzen und Tiere kein Zuhause finden,
Sieht man sie von der Erde schwinden.
Dazu kommt Gift auf jedes Feld,
Das schadet Mensch und unsrer Welt.
Die Felder dort: Riesig. Flach. Totenstill.
Wo einst der Dschungel in tausend Sprachen sprach,
Bricht heute die Monokultur sich eine Bahn.
Als grüne Wüste, fatal für die Natur,
Fehlt von der alten Vielfalt jede Spur.
Für Rinder und Soja wird Platz dort gemacht,
Während die Pracht im Feuer erlischt – über Nacht.
Wer hat diesen Kahlschlag im Urwald bestellt, wer lenkt diesen Hunger, der Bäume dort fällt?
Vielleicht denkt ihr jetzt: „Klar, die Veganen!
Mit Tofu und Milch für die Kaffeekannen!“
Doch haltet mal ein, denn dieser Befund
gibt absolut nicht die Wahrheit kund.
Manch einer denkt bei Sojabohnen
sofort an jene, die fleischlos wohnen.
Doch dieser Blick geht völlig fehl,
die Wahrheit liegt im Futtermehl!
Nicht Tofu frisst den grünen Wald,
was dort geschieht, lässt keinen kalt:
Der allergrößte Teil der Ernte
zieht ganz besonders weite Fährte.
Er wird zu Kraftfutter gepresst,
das Tiere in den Ställen mästet.
Für Soja also fällt der grüne Baum,
zerstückelt wird der Lebensraum.
Nicht für den Tofu – der braucht kaum ein Fleck,
doch Tierfutter treibt dieses Paradies weg.
Für Schwein und für Huhn,
für Milch auf dem Tisch,
verbrennt man den Wald, der so grün war und frisch.
Die Bohnen reisen übers Meer,
der Amazonas leidet sehr.
Die Tiere fliehen voller Not,
für viele bringt der Wandel Tod..
Und Menschen dort verlieren Land,
vertrieben durch gierige Hand..
Doch Sojamilch ist nicht der Feind,
auch wenn man oft das Gegenteil meint.
Nur wenig Soja essen wir direkt,
der Großteil wird im Stall versteckt.
Und wir? Woll’n wir tatenlos zusehen und schweigen?
Nein, jetzt wird sich Stärke und Handeln hier zeigen!
Wenn wir nun den Blick aus dem Schatten befrei’n,
Wird Zukunft im Licht wieder hoffnungsvoll sein.
Die Zukunft der Erde liegt ganz in uns’rer Hand,
Der Wandel beginnt nicht im fernen, fremden Land.
Er fängt schon im Kleinen an, direkt vor der Tür,
Mit Taten im Jetzt und mit echtem Gespür!
Es beginnt genau hier, bei dir und bei mir,
Auf dem eigenen Teller, im Jetzt und im Hier!
Doch willst man auf Fleisch nicht verzichten fortan,
Gibt es einen Weg, wie man Wald schützen kann?
Ein Weg, der dem Dschungel den nötigen Respekt zollt?
Ja, den gibt es – wenn ihr ihn wirklich wollt!
| DER LÖSUNGSANSATZ: BEWUSSTE UND REGIONALE WAHL Schaut hin, wo es herkommt. Achtet auf das Bio-Signal.Macht die Herkunft des Futters zu eurer bewussten Wahl!Wenn heimische Landwirte nur verfüttern, was auf den eigenen oder regionalen Feldern reift (wie heimische Erbsen oder europäisches Soja), dann stoppen wir den Raubbau im Nu.Dann fügen wir dem Regenwald keinen Schaden mehr zu. |
Am Ende unbewusst und leise zahlt die Natur den hohen Preis.
Drum zählt nicht nur, was wir verzehren, sondern auch, was Tiere nähren.
Vielleicht beginnt der kleinste Schritt mit etwas weniger Fleisch am Tisch –
damit der Wald noch atmen kann, bevor sein letztes Lied verklang.
Es liegt ganz an uns, wie die Geschichte sich webt,
ob achtsam und schützend die Menschheit fortlebt.
Jeder Bissen ist eine Wahl, jede Kaufentscheidung ist Macht,
Denn mit ihr wird das Grün in den Tropen bewacht.
Gedicht: Marie Deopito, Maria Rabitsch, Melanisch Rauscher, Nika Müller
