Musicalbesuch 

Musicalbesuch "Silk Stockings" mit der 3a und 3b

Gepostet am 24. März

 Am Freitag, den 14.3.2025 machten es sich die Schülerinnen und Schüler der 3a und 3b auf der Galerie des Grazer Opernhauses bequem und genossen die Musik von Cole Porter und die Inszenierung des Musicals Silk Stockings. Polititsch hochaktuell fieberten wir mit der russischen Offizierin Ninotschka und dem Filmregiesseur Steve mit, ob die beiden zueinanderfinden würden. Janice, die Filmdiva beeindruckte uns mit atemberaubenden Tanz- und Gesangsszenen, Markowitsch mit einer komisch, bizarren Telefonszene, wobei wir die frostige Kommunikation mit russischen Vorgesetzten miterleben konnten. Die drei russischen Agenten jedenfalls waren froh, dass sie ihre dicken Fellmützen und -mäntel schützten, denn die Turbulenzen um den neuen Film und 

den bejammernswerten Song „Die Ode an den Traktor“ waren nicht gering. Dass sich die russische Offizierin in Paris ihrer Gefühle bewusst wurde, musste wohl an der Stadt der Liebe und am Champagner liegen. Wir jedenfalls haben das Happy End bejubelt und fanden das Stück großartig! 

3B - 3A:

Krieg in Troya und in Kartago, eine Liebe zwischen Dido und Äneas, die sich nicht erfüllen darf, Suizide der Troyanerinnen und das alles auf französisch. Ganz schön fordernd, würde man meinen. Die Musikgruppe der 7A schenkte der Oper Les Troyens von Hector Berlioz ihre ganze Aufmerksamkeit und wurde mit einer emotionalen Dusche überrascht. Kassandras Warnungen, der Sieg der Griechen über Troya, der umherirrende Geist Hektors und die Asyl suchenden Troyaner fügen sich auf der kargen Bühne zu einem dichten Ereignis, bis schließlich auch Dido, verlassen von Äneas gramerfüllt aus dem Leben scheidet. 

Für den Komponisten stand die klassische griechische Tragödie Modell. Dabei wurden die einzelnen dramatischen Ereignisse durch ihre unausweichlichen Folgen schicksalhaft miteinander verwoben und die großen klassischen Gestalten zu Menschen. Bei der Nachbesprechung schälten sich diese noch einmal aus der Oper und fasziniert konnten wir viele Parallelen zum Heute herstellen. Eifersucht, Selbstmord, Barmherzigkeit, Wahnsinn, Liebe und Hingabe haben nicht aufgehört, durch Menschen zu wirken oder zu geschehen. 

Große Oper benötigt Vorbereitung. Diese haben wir durch Erzählungen in Kindertagen, mit Hilfe des Wissens aus dem Lateinunterricht, durch Recherchen und Dank einer theaterpädagogischen Unterstützung gemeistert und wurden durch viele schöne musikalische Momente während der Aufführung beschenkt. Manchmal hat uns die spartanische Inszenierung herausgefordert, unsere Fantasie einzusetzen. Aber das war auch gut so.